G and E on A

(1996/97) / 21’

For Orchestra and 27 Music Boxes***

2(/Picc).2.2(II=ClEb)+2Bcl.2(II=Cbsn)—4.4(I,II=TptPicc, III=FlgHn).4.0—3Perc—Hp—Pf—Str(8.8.6.6.6 min.)

Commissioned by Hessen Radio Frankfurt

First performed 4 July 1997, Sendesaal, Hessen Radio, Frankfurt, by the Hessen Radio Symphony Orchestra, conducted by Sian Edwards

EP 7507

"Dies ermahnt mich, über Licht und Farbe zu sprechen. Es scheint mir offenbar, daß dis Verschiedenheit der Farbe vom Lichte herkommt, da jede Farbe, ins Dunkel gesetzt, nicht mehr als jene erscheint, die sie im Hellen ist. Der Schatten macht die Farbe dunkel. Vom Lichte getroffen wird sie hell. Farbe wird vom Dunkel verschluckt."

Leon Battista Alberti: Drei Bücher über Malerei, 1435

"Smaragd, Rubin, Hyazinth, Chalzedon, Jaspis. Farbe ist, wie diese Juwelen, kostbar. Noch kostbarer sogar, denn im Gegensatz zu den Glitzerdingern kann man sie nicht besitzen. Farbe schlüpft einem durch die Finger und entfleucht. Man kann sie nicht in ein Schmukkästchen schließen, wenn sie im Dunkel verschwindet."

Derek Jarman: Chroma (1994), Ein Buch der Farben, Merve Verlag, Berlin 1995

 

Beim Komponieren fasse ich die Klänge und Geräusche mit den Händen an, wiege sie, spüre ihre Potentiale zwischen den Handflächen. Die so entwickelten skelettartigen Texturen und Klangessten sind wie Bilder, die in einem weißen Raum stehen, in die Stille eingesetzt,nebeneinander, übereinander, gegeneinander: auf der Suche nach einer intensiven Musik.

 

"... es sind nicht Entwicklungen, die entfaltet werden, sondern 'Seinszustände', die in harten schnitten aneinandergefügt sind die Aufmerksamkeit fesselt allein durch sein Dasein."

Gertrude Stein über Ihr Buch Ida. A Novel (1941), Suhrkamp Verlag 1984

 

G and E on A bezieht sich auf zentrale Töne der Komposition, wie Farben in einem Gemälde.